CHOREOGRAPHENWETTBEWERB
Ed Wubbe
Seit 2004 ist Ed
Wubbe künstlerischer
Leiter des Wettbewerbs. Ed Wubbe ist einer der vielseitigsten holländischen Choreographen, dessen Arbeit in den Niederlanden ein großes Publikum hat. Seine erste Produktion als ständiger Choreograph des Scapino Ballet, Rameau (1990), verabschiedete sich von der konventionellen Ballett-Ästhetik und gründete ein neues Gesicht von Scapino. Nach Wubbes Ernennung zum Künstlerischen Direktor 1992 baute die Compagnie unter seiner Leitung ein vollkommen neues Repertoire auf. Wubbes Kathleen (1992) war eine einzigartige Tanz-Sensation, und spätestens mit des Tanzes bekannt.
Ein Schwerpunkt der Compagnie sind Wubbes abendfüllenden Tanz- und Musikproduktionen, die oft von Ikonen der westlichen Kultur inspiriert sind: Romeo & Julia (1995), Nico (1997), The Schliemann Pieces (1998), Tschaikowsky (2002), ORFEO SHOWS/operation Orfeo (2003), PARAMOUNT (2005). Die Stoffe setzen seinen abstrakten Tanz in das assoziative Feld einer Erzählung oder eines Themas. In zahlreichen seiner Choreographien ergibt sich die Spannung aus Gegensätzen, die eine verblüffende Vielfalt der Ebenen erzeugen. Musik, Tanz, Ausstattung und Drama ergeben in seinen dramatischen Produktionen ein neues zeitgenössisches Ganzes.
Wubbe arbeitet mit anderen künstlerischen Diziplinen zusammen: Ausstattern, Komponisten, Architekten, DJs und Videokünstlern. Ein außergewöhnliches Beispiel ist Manyfacts (2001), das in Zusammenarbeit mit einem Architektenbüro und Computer-Grafik-Designerm eine Vision der Stadt der Zukunft entwirft. Manyfacts entstand im Rahmen der Europäischen Kulturhauptstadt Rotterdam 2001.
1999 entwickelte Wubbe ein neues Tanzkonzept und etablierte eine Tradition mit der jährlichen Aufführung von TWOOLS, einem 75-minütigen Tanzspektakel. Verschiedene Choreographen der Compagnie und aus anderen Zusammenhängen kreieren kurze Choreographien, die in schnellem Wechsel der Bühne aufeinander folgen und von Ed Wubbe miteinander verbunden werden.

